Unsere Passion

TotFundHund wurde im Frühjahr 2011 von Susanne Riedel als Facebook- Gemeinschaft gegründet. Die Gemeinschaft macht es sich zur Aufgabe, bundesweit unbekannte überfahrene und tot aufgefundene Hunde zu identifizieren und ihrem Halter zuzuordnen.

Viele Menschen fragen sich, weshalb wir uns mit ohnehin schon toten Tieren befassen.

Die Antwort darauf ist so einfach und doch gleichzeitig so schwer zu begreifen:

Tote Hunde (und andere (Haus-)Tiere werden oft einfach entsorgt. Die zuständigen Ämter und/oder Straßenmeistereien haben oft weder die Aufgabe, noch das passende Equipment um beispielsweise den Hund auf einen Chip zu überprüfen. Es wird maximal nach einer Kennzeichnung (z.B. Steuermarke) geschaut, anhand derer ein Halter ermittelt werden könnte.

Trotz der Tatsache, dass mehr und mehr Hunde in Deutschland mit einem Transponder versehen sind, fehlen entsprechende Lesegeräte in den Straßen- und Autobahnmeistereien, sowie auch bei Polizei und Feuerwehr. Der Aufwand, einen Hund zum nächsten Tierarzt zu fahren, damit ein eventuell vorhandener Chip ausgelesen werden kann, ist für den einzelnen Mitarbeiter kaum zumutbar.

Auf der anderen Seite ist für den Hundehalter nicht nachvollziehbar, dass sein Tier, falls es überfahren wird, in der Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgt wird und er es als Halter vermutlich nie erfahren wird. Dabei ist er den gesetzlichen Bestimmungen und/oder den Empfehlungen von Tasso e.V. gefolgt, um seinen Hund unter anderem vor Verlust zu schützen.

Hier setzt unsere Arbeit an.

Werden wir über einen Totfund informiert, versuchen wir im Einzelfall Informationen von Polizei und Straßenmeistereien zu erhalten, um diese dann mit den vermisst gemeldeten Hunden aus den verschiedenen Datenbanken zu vergleichen. Ist ein Gruppenmitglied vor Ort erreichbar, machen wir an Ort und Stelle Fotos und prüfen, ob das Tier gechipt ist. Sollte dies im Einzelfall nicht möglich sein, fragen wir nach einem Foto bzw. nach einer möglichst genauen Beschreibung des toten Hundes.

Das große und wahrscheinlich noch sehr weit entfernte Ziel ist die Kennzeichnung und Registrierung JEDEN Hundes und die Ausstattung der zuständigen Stellen mit Chiplesegeräten, so dass jeder überfahrene oder tot aufgefundene Hund an Ort und Stelle identifiziert und gemeldet werden kann. Unsere präventive Arbeit richtet sich vorrangig an Hundehalter und Pflegestellen - insbesondere hinsichtlich der Sicherung von Hunden.

Desweiteren möchten wir alle Hundehalter darüber informieren, dass das chippen lassen des Hundes allein nicht ausreicht. Viele Hunde können aufgrund fehlender Registrierung leider nicht zugeordnet werden - obwohl sie ein Chip-Implantat tragen.

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