Einsatzbericht Nr.: 4/2019 aus unserem Team Baden Württemberg

Tierkinder unterwegs – Hunde bitte an die Leine!
28. März 2019

Einsatzbericht Nr.: 4/2019 aus unserem Team Baden Württemberg


Über unsere Facecook Seite kam eine Totfundmeldung, von der ich in unserer Arbeitsgruppe benachrichtigt wurde.  Ich kontaktierte  die Finderin bzw. Spaziergängerin die das leblose Tier im Wasser des Naturschutzgebietes Rust gemeldet hatte.

Wir verabredeten einen Treffpunkt, da sich der Fund  ca. 30 km entfernt  von meinem Wohnort befand.

 Wir fuhren gemeinsam nochmals etwa 15 km weiter bis zum Fundort durch das Naturschutzgebiet. Vor Ort sicherten wir das noch im Wasser treibende Tier, sodass eine erste genauere Inaugenscheinnahme stattfinden  konnte.

Durch besondere Merkmale am Fund, hatte ich bereits eine Vermutung- was sich nachdem der Chip ausgelesen und die Abfrage bei der Datenbank erfolgt war- bestätigte. Es handelte sich tatsächlich um den bereits seit Heiligabend 2018 vermissten Hund Miroquai.

Während ich auf den Anruf der Besitzer wartete, machte ich zu Dokumentationszwecken noch einige Fotos des Hundes und der Chipnummer.

,Im Telefonat mit der Besitzerin klärte ich diese erstmal über den Fundort auf um ihr die Möglichkeit zu geben, Ihren Hund abzuholen oder das Tier über die Feuerwehr kostenpflichtig zur Tierverwertung transportieren zu lassen. Die Besitzerin wünschte die Entfernung durch die Feuerwehr, da diese auch die gesetzlichen Auflagen für einen Kadaver-Transport erfüllt.. Laut deutschem Tierseuchengesetz ist es nur dem eigenen Besitzer oder einer dritten Person mit spezieller Bescheinigung erlaubt Tier-Kadaver zu transportieren.

Die Feuerwehr traf nach ca 1,5 Stunden ein (da der Fundort schwer für mich zu beschreiben war aufgrund der doch mangelnden Ortskenntnisse im Naturschutzgebiet), begutachtete kurz den Kadaver und rief ein Transportfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr mit fünf Personen herbei. Laut Aussage der Feuerwehr war es der erste Einsatz überhaupt mit einem totem Tier bzw Kadaver. Somit nutzte der Einsatzleiter die Gelegenheit für die Freiwillige Feuerwehr eine Seuchenübung zu machen.  Die etwa 5-6 Personen der Freiwilligen Feuerwehr kleideten sich in Seuchenschutzanzügen (zb. für den Fall der Vogelgrippe). Das bereits von uns aus dem Wasser gezogene Tier wurde von den Feuerwehrleuten in mehrere Säcken eingehüllt und in das Auto verbracht. Die Feuerwehr transportierte den Kadaver in das 30 km entfernte Freiburg zur Tierkörperverwertungsstelle der Veterinärbehörde. Die Finderin und ich blieben bis zum Ende dabei. Zum Schluss wurden schriftlich für die Feuerwehr die Daten der Finderin und von mir, sowie Fotos (angefertigt von mir für TotFundHund) als Beweismittel festgehalten.

 Für die Kosten des Feuerwehreinsatzes muss die Besitzerin selbst aufkommen, (der Einsatz von TotFundHund erfolgt ehrenamtlich) da sie ablehnte das Tier selbst (kostenfrei) abzuholen.

Abschließend kann ich sagen, dass dieser Einsatz trotz der Dauer und Fahrtwege, auch Dank der guten Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr zu einem Abschluß gebracht werden konnte und wieder ein TotFundHund seine Identität zurück bekam.



by P.v.B.

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