Unsere Arbeit 2017
19. Januar 2018
Einsatzbericht Nr.: 7/2018 aus dem Team Baden – Württemberg
26. Januar 2018

Hunde auf Autobahnen und Gleisen!

TotFundHund  hat in den Jahren seit Gründung im Jahr 2012 immer häufiger mit Fällen zu tun, in denen Hunde auf Autobahnen überfahren werden.  Geschuldet ist diese Tatsache sicher der ständig steigenden Anzahl von Hunden, insbesondere von Auslandshunden, die im Namen des Tierschutzes von unzähligen Vereinen, deren Anzahl täglich steigt, nach Deutschland  „gerettet“ werden. Diese Hunde entlaufen sehr oft schon kurze Zeit später ihren neuen Besitzern, weil es s. g. Angst- und Panikhunde sind, die mit unserer Art der Hundehaltung kaum zurecht kommen. Die Sicherung solcher Hunde ist sehr schwierig. Oft gelangen sie bei ihrer Flucht leider auch auf Autobahnen.

Überfahrene Hunde, die von der Polizei zur Abholung durch die Autobahnmeisterei  auf den Seitenstreifen gelegt werden, verschwinden des Öfteren.  Wir gehen davon aus, dass diese Hunde in den meisten Fällen von ihren Haltern geborgen werden.  Grund kann Angst vor Ärger mit Polizei und anderen Behörden, vor Kosten –insbesondere dann, wenn das Tier nicht versichert ist- und, auch die nicht zu vernachlässigende Angst vor einem Shitstorm im Internet sein.  Gerade bei Auslandshunden ist das fast schon Regel.  Wenn das Tier nicht gechippt (Microchip, meist auf der linken Hals-Schulterseite unter der Haut) ist, meldet sich der Halter aus genannten Gründen auch häufig nicht.

Nicht zu verkennen ist allerdings auch, dass durch die Meldungen in sozialen Medien wie Facebook,  Hunderte von Menschen über einen auf der Autobahn überfahrenen Hund informiert werden und sich in den letzten Jahren zunehmend eine Art von „Totfundtourismus“ entwickelt hat. Sprich es machen sich immer wieder unbeteiligte Dritte auf den Weg, um den Hund zu bergen. Meist mangelt es an den entsprechenden gesetzlichen Grundlagen und so bestehen keinerlei Hemmungen Gleise und Autobahnen zu betreten, das Tier zu bergen und oft sogar zu transportieren.  Oft wird dabei eine eigens für diesen Zweck entworfene Warnweste getragen – in der irrigen Annahme, dies würde zu vorgenannten Handlungen berechtigen und in der irrigen Annahme jeder Hundehalter wäre höchst erfreut über den Tod seines Tieres informiert zu werden.  Dies wiederum führt in vielen uns unbekannten Fällen dazu, dass zwar der Besitzer informiert wird, die Polizei aber nicht. Grad im Falle eines Geschädigten dürfte das nicht hinzunehmen sein.

Problematisch sind aus unserer Sicht daher vor allem:

  • Die rasant steigende Zahl von Auslandsimporten durch oft unseriös arbeitende Vereine
  • Mangelnde Aufklärung hinsichtlich der Befugnisse Privater zum Bergen von toten Tieren
  • Mangelnde Aufklärung über die Folgen einer unberechtigten Beseitigung des Tierkörpers bei einem Unfall mit Sach- oder Personenschaden.

 

Dass ein Hundebesitzer kopflos seinem Hund auf die Autobahn oder auf Gleise hinterherrennt, ist ein Problem, was sicher nur durch konsequente Aufklärungsarbeit vermieden werden kann.

https://www.ksta.de/nrw/mit-80-km-h-frau-will-hund-von-gleisen-retten-und-wird-von-gueterzug-erfasst-28176366

https://www.morgenpost.de/berlin/polizeibericht/article104632385/Frau-will-Hund-retten-und-laeuft-vor-Auto.html

https://nord24.de/der-norden/toedlicher-unfall-bei-buchholz-mann-89-laeuft-hund-hinterher-und-wird-von-zug-erfasst

https://www.wa.de/lokales/drensteinfurt/frau-laeuft-hund-hinterher-wird-auto-erfasst-1021474.html

https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/frau-findet-ihren-toten-hund-auf-fahrbahn-und-wird-selbst-angefahren-1.1722795

https://www.tz.de/muenchen/region/hund-bei-haar-totgefahren-bahnstrecke-unterbrochen-9540315.html

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